Archiv für Kategorie Allgemein

E-Entrepreneurship Flying Circus am 8.10. in Berlin

Am 08.10.14 ist der E-Entrepreneurship Flying Circus zu Gast an der HWR Berlin. Der #EEFC14 ist eine bundesweite Bustour zur Stärkung der Gründerausbildung für die Digitale Wirtschaft an deutschen Hochschulen. Ich freue mich auf das gemeinsame Podium mit Lars Klingbeil (MdB, SPD), Brigitte Zypries, Christian Nagel (EARLYBIRD Venture) und Prof. Tobias Kollmann (Uni Duisburg-Essen) ab 11:00 Uhr in Haus B (Campus Schöneberg). Weitere Informationen gibt es unter www.digital-ist.de/eefc14

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Interview im A.T.Kearney Blog – Gründerinnen: es braucht mehr Vorbilder

Im Mai hab ich ein Interview für den A.T.Kearney Blog gegeben und über die Vereinbarkeit von Gründung und Familie, Rollenvorbilder und Frauenquote gesprochen.

Gründung ist nicht für jeden was, aber zumindest sollten mehr Frauen eine Gründung in Erwägung ziehen. Dafür braucht es mehr Vorbilder und mediale Präsenz von Unternehmerinnen …steter Tropfen….

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EditionF

Ich freue mich über den grandiosen Start von EDITION F und bin stolz mit einer eigenen Kolumne dabei sein zu dürfen und Nora-Vanessa Wohlert und Susann Hoffmann bei ihrer Mission zu unterstützen.

Es ist Zeit für einen Wandel, der von den Frauen selbst ausgeht, eine Zeit, in der Frauen nicht mehr darauf warten, dass Rahmenbedingungen geändert werden, sondern sie ihre Stärke entdecken und eigenverantwortlich handeln – ohne Grenzen, ohne Zwänge, ohne Forderungen

Frauen, die vorleben, dass dieser Wandel stattfindet, gibt es mittlerweile genug – danke, dass ihr ihnen eine Plattform gebt.

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Hohe Frauenquote in digitalen Führungsrollen – besseres Umfeld oder doch Signal eines gesellschaftlichen Wandels?

Ende letzten Jahres, am 18. November 2013, beschließen Union und SPD im Rahmen der Koalitionsverhandlungen eine Frauenquote von 30% in Aufsichtsräten börsennotierter Unternehmen bis 2016. Nur zwei Tage später stimmt das EU-Parlament für eine Frauenquote von 40% bis 2020 und setzt damit für ihre Mitgliedsstaaten ein ambitioniertes Ziel. Zuletzt lag der Frauenanteil in allen Führungsebenen des Bundes bei 40,9%, bei den Aufsichtsräten und Vorständen sind es hingegen nur 11,7%. Die Wirtschaft hat offensichtlich Nachholbedarf.

Also haben wir die i-potentials – Datenbank einer Analyse unterzogen und sind auf folgende Zahlen gestoßen: Von den insgesamt von uns vermittelten Kandidaten waren 37,8% Frauen und 62,2% Männer. Schaut man sich die Führungspositionen an, waren immerhin 27% Frauen und 73% Männer. Auch wenn die Anzahl der vermittelten weiblichen Chefs ca. 10% niedriger ist als die der vermittelten weiblichen Beschäftigten, so sieht man doch, dass eine Frauenquote von 30% in 2 Jahren bzw. 40% in 6 Jahren nicht komplett unrealistisch ist.

Auch in puncto Gründerinnen legt die Digitalbranche weiter zu: Gründerszene hat erst vor Kurzem dazu ein Special veröffentlicht und zahlreiche neue Gründerinnen vorgestellt.

Die Digitalbranche scheint dem Rest der Wirtschaft in Sachen “Frauen in Führungspositionen” damit ein kleines Stück voraus zu sein, auch wenn der allgemein sichtbare Trend zum Ungleichgewicht erhalten bleibt. Die Vorbedingungen scheinen gut, einige Hemmnisse bestehen aber scheinbar weiterhin. Bleibt nur zu klären: woran liegt es, dass die Digitalszene in dem Thema eine Entwicklung zeigt, die sich in anderen Feldern weniger stark beobachten läßt, gleichzeitig aber nach wie vor deutlich weniger Frauen als Männer in Führungsrollen sind? Liegt es daran, dass in der Digitalszene die so oft beschriebene gläserne Decke gar nicht existiert und Unternehmen einfach offener für Frauen in Führungspositionen sind? Wieviel liegt an den Frauen selbst? Gerät etwas in den Köpfen – wenn auch nur sehr langsam – in Bewegung?

Wir glauben, es ist eine Mischung aus den genannten Faktoren, aber echte Veränderung kann am Ende nur durch die Frauen selbst entstehen! Quoten helfen nur bedingt, weil mit ihnen versucht wird, eine Entwicklung zu beeinflussen, die sich nur schwer beeinflussen läßt (und noch niemand weiß, ob Frauen mit der Quote tatsächlich geholfen sein wird, oder ob sie ggf. sogar kontraproduktiv ist).

Das Umdenken geht langsam voran – wir erleben es täglich in unseren Gesprächen, wenn wir immer wieder erstaunt feststellen, wie wenig selbstbewusst exzellente Frauen sich an Führungsrollen trauen und wie wenig Interesse teilweise an Erfolg besteht. Wenn wir den Aussagen der Gespräche, die wir führen, folgen, liegt das zum einen daran, dass Frauen deutlich weniger planend und zielgerichtet agieren als Männer das z.B. im Rahmen ihrer Karriereplanung tun und zum anderen daran, dass Erfolg, so wie er aktuell in den Medien dargestellt wird, sehr männlich ist und von vielen Frauen als nicht erstrebenswert empfunden wird.

Was können wir also tun, um den beginnenden Wandel zu unterstützen?

Wir brauchen mehr weibliche Vorbilder, die zeigen, dass Erfolg auch weiblich sein kann und dass er erstrebenswert sein kann, weil er kombinierbar ist mit dem, was Frauen wichtig ist. Dafür brauchen wir Medien, die diesen Vorbildern eine Plattform geben und sie zu relevanten Themen interviewen (nicht immer zur Kombinierbarkeit von Familie und Beruf). Zum Glück läßt sich auch hier ein positiver Trend beobachten. Seien es Verleger bzw. Verlage, die Autorinnen wie Bascha Mika oder auch Sheryl Sandberg (noch mehr) Öffentlichkeit verschaffen, sodass eine öffentliche Diskussion beginnt und Aufmerksamkeit entsteht, seien es Magazine wie Bizz Miss oder Edition F, die Frauen konsequent in einen Wirtschaftskontext bringen oder sei es eine Frau auf einem Wirtschaftsmagazin wie Delia Fischer auf der Business Punk … die Veränderung hat begonnen und sie wird kommen. Man kann aber eben auch nicht am Gras ziehen, damit es schneller wächst….

Das Wichtigste für einen spürbaren Trend in Richtung Gleichgewicht sind Frauen, die die größten Chancen für Veränderung in sich sehen und handeln anstatt zu fordern – die aufhören, Männer in relevanten Positionen zu bitten, die Bedingungen für sie ändern und die keine Angst vor der eigenen Courage haben.

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