Archiv für Oktober, 2013

Cultural Fit vs. Cultural Integration

Heute habe ich beim Entrepreneurship Summit die Impulsgruppe ‚Team‘ geleitet und einen spannenden neuen Aspekt zum Thema Cultural Fit von Eric Lynn, der einer der Impulsgeber auf dem Panel war, mit auf den Weg bekommen.

Bisher habe ich immer gedacht und in meinen Vorträgen darauf hingewiesen, dass nicht nur das Fachliche für einen Match im Recruiting passen muss, sondern auch das Persönliche (Arbeitsweise, Verhalten etc.) und zusätzlich die Werte des Mitarbeiters zu denen des Unternehmens passen müssen. Hierzu hatte ich schonmal bei Gründerszene einen Artikel geschrieben. Der Teufel steckt aber, wie ich heute gelernt habe, im Detail bzw. der richtigen Formulierung.

Es geht nämlich nicht darum, dass Unternehmen und Mitarbeiter die gleichen Werte haben, sondern darum, dass Werte kompatibel sind. Sucht man nämlich ausschließlich nach Mitarbeitern, die ins Wertekonstrukt passen, bedeutet dies Gleiches zu Gleichem hinzuzufügen. Das hilft zwar ungemein für die Fortführung des Bestehenden, kann aber auch eine Art Stillstand bedeuten, da erst neue Werte neue Gedanken, Ansätze und Meinungen mitbringen und damit Wandel anstoßen.

Gerade das ist aber sowohl im Startup als auch im Wirtschaftsleben heutzutage von höchster Bedeutung, da sich Wandel immer schneller vollzieht und ein USP erfolgreicher Organisationen Anpassungs- und Innovationsfähigkeit ist. Daher sollte es im Recruiting nicht zwangsläufig darum gehen, Mitarbeiter mit deckungsgleichen Werten, sondern eher mit kompatiblen Werten, die sich einander nicht ausschließen , zu finden.
Spannendes Detail! Was bleibt ist allerdings die Tatsache, dass es schwer wird, zufriedenstellend miteinander zu arbeiten, wenn die gemeinsame Wertebasis fehlt bzw. diese sich zu stark unterscheiden – ein Aspekt, der nach wie vor viel zu selten in Gesprächen bewußt berücksichtigt wird.

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